Natur zum Anfassen und Staunen

Einmalige Natur

Sowohl die Pflanzen- als auch die Tierwelt rund um die Bruchhauser Steine sind kostbar.

Die Bruchhauser Steine stellen nicht nur für den Menschen eine Besonderheit dar, sondern auch für Pflanzen. Einen einzigartigen Lebensraum stellen die Felsköpfe der Bruchhauser Steine dar, die das Kronendach der Bäume überragen. Auf ihnen wachsen sehr seltene Moose und Flechten, aber auch seltene Farn- und Blütenpflanzen. Die Felsen sind ebenso ein besonderer Lebensraum für Tiere.

Es ist wunderschön durch das Gebiet der Steinen hindurch zu wandern und sich an diesen seltenen Biotop zu erfreuen.

Im natürlicherweise vollständig bewaldeten Mitteleuropa sind waldfreie Felsen außergewöhnliche Standorte, die von einer großen Anzahl seltener Spezialisten besiedelt werden. Diese seltenen Fels-Lebensgemeinschaften zu erhalten, ist auch hier bei uns das oberste Ziel des Naturschutzes.

Flora

Die Kronen der Steine sind auch ein besonderer Rückzugsort für Pflanzen, die sonst nur in den Alpen und in der Arktis vorkommen. Moose und Flechten, aber auch Habichtskraut und Orchideenarten gedeihen hier im Verborgenen.

Die Felsen und der umgebende Wald des Istenberges sind streng geschützt, denn all diese Naturschätze gilt es zu bewahren. Helfen Sie mit, indem Sie auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und das Kletterverbot außerhalb des Stieges zum Gipfelkreuz des Feldbergs einhalten

Die sogenannte „Ewige Quelle“ ist ein Austritt von Grundwasser am Rande vom Stiftungsgebiet. Quellen bieten äußerst gleichmäßige Lebensbedingungen, denn sommers wie winters herrscht an ihnen aufgrund des austretenden Grundwassers annähernd die gleiche Temperatur. Die Vegetation rings um die Quelle anzuschauen ist bemerkenswert.

Hier können Sie das gegenblättrige Milzkraut oder das punktierte Sternenmoos (Rhizomnium punctatum) bestaunen.

Fauna

Der bekannteste Botschafter der Bruchhauser Steine ist der Wanderfalke. Er galt seit 1970 in NRW als ausgestorben. Die Veränderung der Landschaft, aber vor allem der massenhafte Einsatz von schädlichen Mitteln in der Landwirtschaft, waren die Gründe.

1989 kam es zur Wiederbesiedlung von Wanderfalke und Uhu im Gebiet der Bruchhauser Steine. Was vor 20 Jahren kaum jemand zu hoffen gewagt hatte, ist inzwischen eingetreten. Der Bestand nimmt wieder zu. Dies ist auch der Stiftung Bruchhauser Steine ein besonderes Anliegen, diese seltene Art in ihrem Brutgebiet zu schützen und zu fördern. Hierzu wurde die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz in Bonn gegründet, diese kümmert sich in ganz NRA um den Wanderfalkenschutz. Unter dieser Regie wurde auch eine Überwachung am Bornstein eingerichtet und im Jahr 1990 flogen zum ersten wieder drei Jungfalken aus.